Liebe KI-Interessierte,
Ihnen ist sicherlich auch schon aufgefallen, wie selbstverständlich KI inzwischen in ganz unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen auftaucht – oft schneller, als Strukturen dafür entstehen.
Ein Team nutzt GPT für Berichte. Ein Fachbereich testet einen Chatbot. Einzelne Mitarbeitende fragen, ob sie Copilot mit sensiblen Daten einsetzen dürfen. Das sind keine Ausnahmen – sondern Alltag.
Das Problem ist dabei selten die Technik. Das Problem ist fehlende Steuerung.
Viele Organisationen reagieren mit Toollisten, Datenschutzhinweisen oder Prompt-Guides. Das ist sinnvoll – aber unzureichend. Denn sichere KI-Nutzung entsteht nicht durch einzelne Regeln, sondern durch ein Governance-System, das Verantwortung, Zuständigkeiten und Risiken klar ordnet.
KI-Governance ist kein Regelwerk, sondern ein Betriebssystem.
Sie beantwortet nicht nur die Frage „Was ist verboten?“, sondern vor allem:
- Was ist erlaubt und erwünscht?
- Wer entscheidet in Zweifelsfällen?
- Wie werden Risiken eingeordnet – ohne jede Nutzung zu blockieren?
- Und wie lernt die Organisation aus Erfahrung?
Ein tragfähiges KI-Governance-System erfüllt vier zentrale Funktionen:
- Governance muss Entscheidungsspielräume klären, nicht nur einschränken.
- Nicht alles gehört in ein zentrales Gremium. Klar definierte Rollen sind entscheidend.
- Nicht jede KI-Nutzung ist kritisch – aber manche sind es. Governance schafft Differenzierung.
- Gute Governance ist anpassungsfähig und entwickelt sich mit der Praxis weiter.
Dabei ist Governance kein IT-Projekt.
Sie ist eine Organisations- und Führungsaufgabe – eingebettet in bestehende Entscheidungsprozesse, mit klaren Schnittstellen zu Recht, Datenschutz, Kommunikation und Personal.
In der Praxis zeigen sich drei Steuerungsmodelle:
- ein zentrales Modell mit hoher Kontrolle, aber geringer Flexibilität
- ein dezentrales Modell mit hoher Nähe zur Praxis, aber erhöhtem Risiko
- ein hybrides Modell, das zentrale Leitplanken mit dezentraler Verantwortung verbindet
Entscheidend ist nicht das Modell an sich, sondern seine Wirksamkeit im Alltag.
Im beigefügten Dossier finden Sie die vollständige Einordnung,
inklusive konkreter Governance-Inhalte, typischer Steuerungsmodelle und Reflexionsfragen für Führungskräfte, die KI nicht nur nutzen, sondern verantwortlich führen wollen.
Schöne Grüße - und ein weiterhin neugierig-gelassenes Führen mit KI
Ihre
Beate Freuding
P.S. Wenn Sie nochmal in die bisherigen KI Briefings reinschauen möchten, dann folgen Sie diesem Link: https://ki-briefing.kit.com/
Und wenn Sie mehr als nur mitlesen wollen – so kann's weitergehen:
Executive Briefing für die Geschäftsleitung
In zwei Stunden erhalten Sie eine fundierte Einordnung, was KI für Ihre Organisation bedeutet – und welche Führungsentscheidungen jetzt anstehen.
KI-Coaching für Führungskräfte
In individuellen 1:1-Sessions entwickeln Sie ein fundiertes Verständnis von KI – und wie Sie als Führungskraft damit souverän umgehen.
Wenn Sie einen Themenwunsch für das KI-Briefing haben – schreiben Sie mir gern: ki-briefing@digital-leader.eu
Hinweis: Dieser Beitrag ist in enger Zusammenarbeit mit KI geschrieben worden und persönlich von Dr. Beate Freuding, Geschäftsführerin von The Digital Leader, kuratiert. Der Beitrag dient der allgemeinen Information und Orientierung. Er stellt keine Rechtsberatung dar und kann eine individuelle juristische Prüfung im Einzelfall nicht ersetzen. Für Entscheidungen, die auf Basis dieses Beitrags getroffen werden, übernimmt die Autorin keine Haftung.