Liebe KI-Interessierte,
die öffentliche Debatte über Künstliche Intelligenz schwankt derzeit zwischen zwei Extremen:
zwischen Heilsversprechen auf der einen Seite – und diffusen Ängsten vor Kontrollverlust auf der anderen.
Fragen wie diese begegnen mir immer häufiger – auch in Führungskreisen:
- Wird KI irgendwann mächtiger als menschliche Entscheidungsträger?
- Werden wir Entscheidungen bald nur noch abnicken?
- Und woran würden wir überhaupt merken, dass sich Kontrolle verschiebt?
Diese Fragen sind nicht hysterisch. Sie sind Ausdruck einer realen Unsicherheit. Aber sie führen oft in die falsche Richtung.
Denn die eigentlichen Risiken von KI liegen nicht in einer „Machtübernahme“, sondern im System, das wir um KI herum bauen – oder eben nicht bauen.
Was die Forschung tatsächlich sagt
Führende KI-Forscher wie Geoffrey Hinton, Stuart Russell oder Yoshua Bengio warnen nicht vor „bösen Maschinen“.
Sie warnen vor etwas anderem:
- vor intransparenten Entscheidungssystemen,
- vor überoptimierten Zielvorgaben ohne Kontext,
- und vor fehlender Steuerung leistungsfähiger Systeme, die schneller handeln, als Organisationen sie verstehen.
Wichtig dabei:
Eine allgemeine, menschenähnliche KI ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht.
Aktuelle Systeme planen nicht, wollen nichts, verfolgen keine eigenen Ziele. Aber sie verschieben Verantwortung – leise, schrittweise und oft unbemerkt.
Die realen Risiken liegen woanders
In dem beigefügten Dossier zeige ich, wo heute die eigentlichen Herausforderungen liegen:
- Entscheidungen werden vorbereitet, ohne dass ihre Logik noch erklärbar ist.
- Organisationen werden abhängig von KI-Plattformen und KI-Modellen.
- Menschliche Urteilskraft wird schleichend durch KI-Empfehlungen ersetzt.
- Etablierte Routinen verschwinden – und mit ihnen zentrale Kompetenzen.
- Governance fehlt dort, wo KI längst im Alltag angekommen ist
Das sind keine Zukunftsängste, sondern Führungsrealität in vielen Organisationen.
Drei Zukunftslinien, die Sie einordnen sollten
Im Dossier unterscheide ich bewusst zwischen drei Kategorien:
- Was mit hoher Wahrscheinlichkeit eintritt – und heute schon sichtbar ist
- Was möglich, aber an klare Bedingungen geknüpft ist
- Was unvorhersehbar bleibt, aber strategisch beobachtet werden muss
Diese Unterscheidung hilft, weder zu dramatisieren noch zu verharmlosen – sondern handlungsfähig zu bleiben.
Das vollständige Dossier als PDF finden Sie unten verlinkt.
Wenn Sie KI nicht nur nutzen, sondern ihre Wirkung auf Entscheidungen, Verantwortung und Führung wirklich verstehen wollen, lohnt sich die Lektüre.
Schöne Grüße - und ein weiterhin neugierig-gelassenes Führen mit KI
Ihre
Beate Freuding
P.S. Wenn Sie nochmal in die bisherigen KI Briefings reinschauen möchten, dann folgen Sie diesem Link: https://ki-briefing.kit.com/
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Hinweis: Dieser Beitrag ist in enger Zusammenarbeit mit KI geschrieben worden und persönlich von Dr. Beate Freuding, Geschäftsführerin von The Digital Leader, kuratiert. Der Beitrag dient der allgemeinen Information und Orientierung. Er stellt keine Rechtsberatung dar und kann eine individuelle juristische Prüfung im Einzelfall nicht ersetzen. Für Entscheidungen, die auf Basis dieses Beitrags getroffen werden, übernimmt die Autorin keine Haftung.